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05.05 | Tag12 | Kevin’s Home in Kingston 

Heute beginnt der Tag früher als sonst. Wir wollen gemeinsam (Johanna, Sophie und ich) das Parlament besuchen. Die Karten hierfür sind kostenlos, jedoch oft schon sehr früh vergriffen. 

Wir bekommen Karten für 12:50. Ziemlich knapp, denn ich verlasse heute Ottawa um 14:30 mit dem Bus. Daher nehme ich mein Gepäck mit zum Parlament. Bevor wir zur Führung dürfen stehen mehrere Sicherheitskontrollen an und es werden nicht die einzigen Kontrollen an diesem Tag bleiben (leider…) 

Wir finden uns in einer Schulklasse wieder. 2 Lehrer und ca 30 Schüler der 8. Klasse befinden sich in unserer Gruppe, die andauern mit ihren Handys herumfuchteln und laut sind. Ich glaube wir haben die falsche Tour erwischt, aber eigentlich auch ganz lustig wie wir finden. Es geht durch die Räumlichkeiten des Parlaments, vorbei an Bildern von Queen Elizabeth II. zum Ratssaal des ‘House of Lords’. Nach 40 Minuten sind wir die Kinder los, jedoch bleibt für mich keine Zeit mehr hoch auf den ‘Peace Tower’ zu gehen. Ich verlasse daher Sophie und Johanna, um meine Gepäck zu holen und zum Busbahnhof zu laufen. Wir werden uns aber spätestens in einer Woche in Toronto wiedersehen. 

Die Zeit drängt. Im Regen hetzen ich durch die Innenstadt Ottawas. Noch 10 Minuten bis zur Abfahrt des Busses nach Kingston. Ich komme zum Busbahnhof und stehe wieder in einer Sicherheitskontrolle. Doch diesmal wird es problematisch, denn ich habe sowohl Bärenspray, als auch mein Messer im Rucksack. Das Bärenspray muss ich abgeben, weil dieses im Bus verboten ist, mein Messer darf ich behalten. Ein wenig verärgert bin ich schon, denn das Bärenspray war teuer und nun muss ich mir ein neues kaufen, wenn ich in den Wald gehen will. 

In Kingston angekommen fahre ich noch ein kurzes Stück mit dem Bus, dann stehe ich vor dem Haus von Kevin. Er ist Couchsurfer und nimmt mich das Wochenende über bei sich auf. Er ist mittlerweile Rentner und hat jahrelang beim kanadischen Militär gearbeitet. Somit hat er schon viele Länder bereist und nimmt nun regelmäßig Couchsurfer bei sich auf, weil es ihm alleine oft zu langweilig daheim ist. Sein Haus ist etwas ‘crazy’ eingerichtet. Er ist ein großer Fan von Indianern und von Deutschland. Überall sieht man verrückte Bilder und Deko, dennoch passt das Gesamtbild zu seiner Art.

Kevin ist wirklich sehr nett. Er zeigt mir sein Haus, mein Schlafzimmer (nicht selbstverständlich bei Couchsurfing, immerhin ist das kostenlos) und ich bekomme einen eigenen Haustür-Schlüssel. Zudem kocht er mir noch etwas zu Abend und zeigt mir seinen Bierkühlschrank und seine Bar, an der ich mich gerne bedienen darf. Den Abend verbringen wir mit Gesprächen (teilweise auf Deutsch, denn er möchte dieses wieder auffrischen) und später gemütlich vor dem Fernseher.

Euer Michel 🇨🇦 

Published inKanadaKingstonMai

4 Comments

  1. Bärbel Bergemann Bärbel Bergemann

    Nochmals mein Kommentar zu Kevin`s Home. Entweder hast du ihn nicht freigegeben oder er ist irgendwie in der Wildnis von Kanada verloren gegangen.
    Also, ich finde dieses Couchsurfen megainteressant, weil nichts ist spannender als die Wohnungen von anderen Menschen und neue Menschen kennen zu lernen sowieso.
    Wäre doch was für deine Mutter, wenn jemand bis 12.00 Uhr bei ihr in Jogginghosen auf der Couch rumgammelt und zwischendurch den Kühlschrank durchwühlt, dann vermisst sie dich nicht gar so sehr.
    Gruß Bärbel

    • admin admin

      Ja es ist wirklich sehr interessant und spannend 🙂

  2. Anni Anni

    Das Bild im Indianerkostüm ist klasse. Wäre das nicht was für Fasching 2018? 🙂 Gibt es das eigentlich auch in Kanada?

    • admin admin

      Fasching gibt es hier leider nicht 🙂 Aber es gibt Leute, die sich gern verkleiden, vor allem wenn sie sich den Indianern nahe fühlen.
      Gruß Michel 🙂

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