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07.07 | Tag75 | Columbia River und die Pannenhilfe

Die Nacht in Wald haben wir gut überstanden. Trotzdem wollen wir aus diesem schnell wieder verschwinden, denn man hört in nicht allzuweiter Ferne Schüsse. Hier scheint wohl ein Amerikaner seine neue erworben Waffen im Wald auzubropieren. 

Wir fahren zum ‘Columbia River’ und an diesem entlang, bis wir die Brücke an das andere Ufer erreichen. Hier findet man das kleine und doch bekannte Örtchen ‘Hood River’. Bekannt, weil es jährlich tausende Kite- und Wind-Surfer anlockt. Diesen schauen wir beim Surfen zu. Selber Surfen wollen wir heute nicht, denn beim Kite Surfen habe ich die ein oder andere schlechte Erfahrung vor meiner Abreise nach Kanada gemacht.


Nachmittags fahren wir dann noch zum ‘Mount Hood’, bevor wir dann zu den Wasserfällen fahren wollen. Dieser riesige Berg türmt sich hier in der Gegend ‘Columbia River’ auf und sein mit Schnee bedecktet Anblick ruft nur darauf fotografiert zu werden. Nun wollen wir noch zuletzt die Wasserfälle sehen, doch soweit wird es nicht kommen.


Wir befinden uns auf dem Highway. Mit knapp 110 km/h geht es über die Straße. Auf einmal zittert das Lenkrad. Ein Warnsignal leuchtet auf. Ich kann das Auto kaum noch kontrollieren. Die Lenkung geht schwerfällig. Mir wird klar. Unser Reifen ist geplatzt. Gerade noch rechtzeitig schaffen wir es auf den Seitenstreifen. Den Reifen hat es völlig zerfetzt. 

Wir besitzen weder Warnwesten noch Warndreieck. Uns bleibt nur der Warnblinker. Einen Ersatzreifen haben wir zwar, aber uns fehlt die nötige Ausrüstung um diesen zu montieren. Keine Nummer von einer Pannenhilfe. Keine Internet Verbindung. Wir haben garnichts und es wir langsam Dunkel.


Wir brauchen Hilfe. Wir stellen uns an die Straße und Winken, in der Hoffnung, dass ein Autofahrer anhält und uns eine Pannenhilfe rufen kann. 10 Minuten winken wir schon und kein Autofahrer hält an. Hunderte fahren vorbei. Die Stimmung ist am Boden. Doch dann plötzlich hält ein Jeep.

Ein netter Mann steigt aus. Wir schildern ihm unsere Situation. Er ist wirklich super hilfsbereit und sucht uns eine Pannenhilfe, welche um die Uhrzeit noch helfen kann. Er kontaktiert diese uns sagt ihnen wo wir uns befinden. Dennoch müssen wir noch fast eine Stund warten bis die Pannenhilfe eintrifft.

‘Dug’. Ein Mann mit drei Zähnen und seine Frau fahren in ihrem Pannenhilfe-Auto an uns heran. In einem Kauderwelsch erklärt er uns, was er nun machen will. Ganz so seriös kommen und die Beiden nicht rüber, dennoch bleibt uns nichts anderes übrig, als diesen zu vertrauen. Er montiert uns den Ersatzreifen. Dazu benötigt er neben Hebevorrichtung auch selber gebastelte Tools, weil der Reifen bombenfest sitzt und sich die Schrauben nichtmehr lösen lassen. 

Unser verrosteter Ersatreifen sprüht er ein. Hoffentlich hält dieser bis zu Reparatur. Das ganze kostet uns 130$ bar auf die Hand. Wir bekommen noch einen Tipp. An der Ausfahrt 39 befindet sich ein Walmart mit Autowerkstatt. Diesen steuern wir dann auch an, doch es ist bereits fast Mitternacht. Erschöpft fahren wir auf den Walmart Parkplatz, auf welchem wir heute Nacht schlafen werden, um morgen den Reifen reparieren zu lassen.

Euer Michel 🇺🇸

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